Jul

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Eurobowl XXIV

Raiffeisen Vikings Vienna vs. Berlin Adler 31:34
(7:7/14:10/7:14/3:3)

Leider werden die Fotos diesmal erst ein Tage später online gehen können, vorweg aber auch hier der Spielbericht, geschrieben von Wolfgang Semiov & Michi Kalendar
Das Spiel des Tages, wenn nicht sogar des Jahres stand am Programm. Südafrika machte extra Pause. Neben einem Football-Gameday dieser Art  verblassten kurzfristig die subäquatorialen Rundball-Endrunden. Denn es hieß Semmel gegen Brötchen. Leiwand gegen dufte. Hauptstadt gegen Hauptstadt. Österreichischer Meister gegen deutscher Meister.

Die Adler waren im Land. Angereist um den Wikingern die Hörner zu polieren und erstmals seit 2003 die Eurobowl wieder nach Deutschland zu holen. Die Vikings setzten alles daran, den Adlern die Flügel zu stutzen und sich die Eurobowl-Krone zu holen. Ein siebentes Mal für Österreich, ein fünftes Mal für die Vikings.

Josiah Cravalho zeigte uns beim Aufwärmen sein neues Bärtchen und Chris James zauberte ein paar Tanzschritte zur Pre-Game-Partymusik von Dj Frozen Fritz auf den endspielwürdigen Rasen der Heiligen Warte: in vielen Stunden Arbeit hat die Groundsceeper-Crew das Gridiron perfekt vorbereitet.

Vikings gewannen den Münzwurf und entschieden sich dafür, zum Spielbeginn den Adlern den Ball zuzukicken. Die Berliner begannen das Spiel an der 38yd-Linie. Vorerst konnte Jauncey Calhoun einen Pass des Berliner Quaterbacks Kyle Callahans abfangen. Doch beim folgenden Drive der Vikings, auf dem Weg zu einem First Down, verlor Josiah Cravalho nach einem Tackle den Ball und Berlin konnte ihn erobern. Von der 30yd Linie gelangten die Adler in drei Versuchen in die Endzone: nach einer verzögerten Übergabe, lief Runningback Talib Wise zum Score.

Beim Konter musste Josiah Cravalho mit einer Schulterverletzung pausieren. Florian Hiess tankte sich bis an die 5yd-Linie durch und Chris James vollendete den Drive mit einem sehenswerten Lauf, bei dem er drei Tackles brach. Mit Peter Krambergers verwandeltem Extrapunkt stellten die Wiener den Gleichstand her.

Florian Grünsteidl stoppte den folgenden Drive der Adler an der 37yd-Linie. Der Field-Goalversuch der Deutschen geriet zu kurz. Da auch der nächste Angriff der Wiener zu nichts Zählbarem führte, wurden beim Spielstand von 7:7 zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Die Vikings-Defense spielte zu Beginn des zweiten Viertels groß auf. Nach einem incomplete Pass in die Endzone der Winkinger von Kyle Callahan, fing Mike Brannon dessen nächsten Wurf ab und returnierte ihn, mit sensationellen Blocks unterstützt, etwa 70yds bis in die Endzone der Berliner! Auch im folgenden Angriff der Adler hielt die Wiener Defense diese von der Endzone fern. Kicker Benjamin Scharweit erzielte von der 32yd-Line aus ein Field-Goal für die Deutschen.

Chris Gross eröffnete den Vikings-Angriff mit einem 40yd-Pass. Valentin Schulz konnte ihn zwischen zwei Berlinern Defense Backs aus dem strahlend blauen Wiener Sommerhimmel holen. Wildcat Jauncey Calhoun vollendete geschmeidig zwischen den Berlinern durchcuttend in die Adlerendzone.

Der folgende Berliner Angriff versandete in der Mitte des Spielfelds, aber auch jener der Wiener endete mit einem Punt Peter Krambergers. Die Adler starteten an der eigenen 8yd-Linie. Nach einem langen Lauf durch Kyle Callahan, besuchte Wide Receiver Thomas Emslander, Vikings Cornerback Daniel Auböck verschätzte sich als er nach dem Ball sprang, die Endzone der Österreicher. Zur Pause stand es damit 21:17 für die Raiffeisen Vikings.

Aus dem Vorteil, zu Beginn der zweiten Spielhälfte mit dem Angriff zu beginnen, konnten die Wiener Wikinger nichts machen. Nach dem Punt kamen die Adler mit ihrer Offense zügig voran und erneut konnte Talib Wise für Berlin scoren.

Die Wiener hielten dagegen. Nach zwei haarigen 3rd Down-Situationen, die beide Male durch präzise Würfe Chris Cross gelöst werden konnten, lief Chauncey Calhoun erneut in die Endzone der Adler.

Es war nun ein offener Schlagabtausch: nach einem weiten Puntreturn Talib Wise’s, lief Quaterback Kyle Callahan in das Feld zwischen den Pylons. Beim Spielstand von 28:31 für Berlin wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt.

Beide Teams, nun schon sichtlich von der Hitze ausgezehrt, konnten ihre nächsten Angriffsserien nicht durchbringen. Doch nun kam die Vikings-Defense zum Kochen: Nachdem Kyle Callahan zweimal gesackt werden konnte, fing Chauncey Calhoun seinen nächsten Pass und returnierte ihn bis 11yds vor die Berliner Endzone. Als Chris Gross Stefan Holzinger beim 3. Versuch überworfen hatte, erzielte Peter Kramberger 5 Minuten vor Schluss mit einem Fieldgoal den Gleichstand von 31:31.

Einem mit größter Mühe erzwungenen First Down der Berliner folgten zäh eroberte bzw. verteidigte Yards um in Fieldgaolreichweite zu gelangen. Beim vierten Versuch versuchte Berlin dem Nervenkitzel 1 Sekunde vor Spielschluss ein Ende zu setzen: Benjamin Scharweit erzielte mit einem 52-Yard-Fieldgoal den notwendigen Score.

Eine bittere Niederlage für die Raiffeisen Vikings im allerletzten Augenblick, eine Niederlage, bei der man genauso nahe am Siegen war, wie der glückliche Gewinner der Eurobowl XXIV: die Berlin Adler.

(c) www.raiffeisenvikings.com

3 Kommentare

Hallo lieber Andreas,

hast Du keine Fotos von Euroball oder schaffe ich es nur nicht mir diese anzuschauen?
LG Irene

Liebe Irene,

noch ein bißchen Geduld, hatte doch geschrieben, diesmal dauert es ein wenig. Ich hoffe, heute kann ich sie zu Verfügung stellen.

lg
Andreas

Ein Teaser sozusagen. Wir verstehen! ;-)

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